Die therapeutische Sprachgestaltung ist eine aktive Therapieform. Sie verändert, wie jedes Sprechen die Atmung. Dadurch kann sie als Atemtherapie im weitesten Sinne eingesetzt werden und regulierend auf die Sprech- und Atemorgane wirken.

 

Indikationen:

  • Störungen und Erkrankungen im Nasen- /Rachenraum
  • Sprach- und Sprechstörungen
  • Stimmstörungen
  • Erkrankungen und Funktionsstörungen der Atmung und des Atemapparates
  • Herz und Kreislaufstörungen

Des Weiteren ist Sprache ja immer seelische Äußerung und bedeutet ein "Sich-Zeigen". Diese Grundeigenschaft kann durch geeignete Text- und Methodenwahl zur Ich-Stärkung eingesetzt werden und damit auch den Verlauf von

  • psychischen und psychosomatischen Erkrankungen

günstig beeinflussen.

 

Kontraindikationen

  • Mangelnde Bereitschaft des Patienten zu einer aktiven Therapieform
  • Akute Psychosen

 

Vorgehen:

Es wird eine ausführliche Sprachdiagnose nach den Hauptkriterien Haltung, Atmung, Stimme und Artikulation von mir entwickelt, die im Zusammenhang mit der ärztlichen Diagnose zur entsprechenden Wahl von Übungen und Arbeitsmethoden führt. Neben den Übungen spielt Textarbeit eine große Rolle. Dichtungen werden einerseits nach den zu übenden Formelemen- ten und andererseits nach inhaltlichen Motiven, die den Patienten bewegen können, gewählt. Bei Jugendlichen und Erwachsenen wird das selbstständige üben angestrebt. Es ist sowohl Einzelarbeit als sprachhygienische Arbeit in Gruppen möglich.

Einzelstunden dauern 20 - 45 Minuten.

Die therapeutische Sprachgestaltung ist eine Therapiemethode der anthroposophisch erweiterten Medizin und ist als solche bei bestimmten Krankenkassen anerkannt.


mehr Infos


Sprachtherapeutisch arbeite ich zur Zeit mit Kindern und Jugendlichen aus den Klassen 1-8 an der Freien Waldorfschule Böblingen/Sindelfingen. Hier handelt es sich vor allem um Kinder, die lispeln (Sigmatismus), Laute verwechseln (Dyslallie), undeutlich, zu schnell, zu nuschelig sprechen.