Für ManagerInnen und Führungskräfte sowie Menschen mit Sprechberufen habe ich ein Kommunikationstraining entwickelt, das die Effektivität und Wirksamkeit des Sprechers erhöht. Es geht in meinem Konzept nicht um das Erlernen herkömmlicher Rhetorikinhalte, sondern um deren Grundlagen. Mein Ansatz ist die Stimme mit ihren vielen Gestaltungsmöglich- keiten und die absolute Präsenz im Wort, so dass Formulierungen den richtigen Ausdruck und den nötigen Nachdruck bekommen. Der Sprecher wird seine Wirkung auf den Adressaten derart verbessern, dass man ihm nicht nur zuhört, sondern auch gerne zuhört!

 

Konzepterläuterung:

Die Sprache und die Persönlichkeit sind unmittelbar miteinander verbunden. Die Arbeit an der Sprache wirkt sich auf die Persönlichkeit und das Auftreten eines Menschen aus und umge- kehrt. Um überzeugend zu sein, reicht ein gut strukturierter Inhalt einer Rede nicht aus. Wichtig ist es, wie man spricht. Überzeugendes und erfolgreiches Sprechen ist von mehreren Faktoren abhängig. Diese sind:

Die Artikulation: Die Sprache muss deutlich und klar vernehmbar sein. Das Verschlucken von Endsilben oder einzelner Laute, sowie flüchtiges, nuschelndes, zu schnelles oder zu dialekt- gefärbtes Sprechen sind Gegenkomponenten für gutes Sprechen.

Die Atmung: Sie ist verantwortlich für das Stimmvolumen, die Dynamik und das Sprechtempo im Satzgeschehen und für die Pausenelemente zwischen den Worten und Aussagen. Der Atem bestimmt die Qualität des Sprechens, ob die Sprache hart oder weich, voll oder zart, stockend oder fließend klingt.

Die Stimme: Eine Stimme sollte möglichst wohlklingend, kräftig, lebendig und modulationsfähig sein. Der Stimmklang bedingt sich sowohl aus der Atmung und dem Umgang mit dem Vokal, als auch aus dem Stimmsitz. Die Stimme darf weder zu hoch, noch zu tief, weder zu weit hinten, noch zu weit vorne sitzen.

Die Bildhaftigkeit der Sprache: Die Sprache darf nicht nur Informationsvermittlerin sein, sondern muss zurück in ihre Bildhaftigkeit geführt werden. Ein Wort ist seinem Bild, seiner Qualität, seinem Charakter nach zu sprechen und darf nicht zum bloßen Begriff reduziert werden. Das, was gesagt wird, soll sich mit dem decken, wie es gesagt wird.

Das Hören: Der Sprecher muss in der Lage sein über das Hören, die Atemführung, die Satz- melodie und den Stimmsitz jederzeit korrigieren zu können. Nur wer sich selbst hört, kann sein Sprech- und Atemverhalten verändern.

Befindet sich ein Sprecher unter Zeitdruck, hat er Lampenfieber oder sonstige Stressfaktoren zu kompensieren, dann wirkt sich dies ungünstig auf sein gesamtes Sprechverhalten aus. Die Zuhörer reagieren unruhig, ermüden schneller, sind unkonzentriert oder gar gelangweilt, je nachdem wie der Vortragende mit seiner Stimme und seinem Atem umgeht. Der Zuhörer ist auf eine ruhige Atmung und eine gute, bildhafte Sprache des Vortragenden angewiesen. Führt der Sprecher die Zuhörer im wahrsten Sinne des Wortes ins Bild, gibt er den Worten genug Raum, kann der Zuhörer dem Redner nicht nur kopfmäßig, sondern auch gefühlsmäßig folgen, kann sich entspannen und dadurch das Gesagte viel besser aufnehmen.

Erst wenn Artikulation, Atmung, Stimme, Körperhaltung, Gebärde, Bildhaftigkeit der Sprache und Hören, optimal zusammenwirken, ist ein Redner in seiner Rede wirklich überzeugend und erfolgreich. Das Sprechen wird somit zu einem ganzheitlichen Geschehen und ist immer Aus- druck der gesamten Persönlichkeit.

 

Arbeitsmethode:

Neben dem vermitteln der technischen Fertigkeiten, steht die körperbezogene Arbeit im Vordergrund. Mein Anliegen ist, praxis- und problemorientiert zu schulen. Auch bei Gruppen- schulungen werden die TeilnehmerInnen individuell von mir gefördert.

 

Referenz:

Frau Nike Mensebach führt seit dem Wintersemester 2005/2006 regelmäßig mindestens einmal im Semester den eintägigen Workshop "Sprache und Artikulation" in der Carl von Linde-Akademie der Technischen Universität München durch.

Dabei werden folgende Inhalte theoretisch behandelt und praktisch eingeübt:

  • Erarbeiten der Lautqualitäten / des Lautsitzes (Wie klingen die verschiedenen Laute? Wo werden sie gebildet?)
  • Die Konsonanten (Artikulationsübungen zu den Konsonanten und zu den Konsonantenverbindungen)
  • Die Vokale / Vokal- und Stimmstellübungen (Was unterscheidet den Vokal vom Konsonanten?)
  • Atemtechniken (Übungen zur Vertiefung der Atmung. Was hat die Atmung mit der Artikulation zu tun?)

Ihre Workshops erfreuen sich großer Beliebtheit und sind immer schnell ausgebucht.
Sie werden stets von den Studierenden als "sehr gut" evaluiert.
Besonders beeindruckend ist ihre freundliche und kompetente Art, mit der sie den Stoff
in kurzer Zeit effektiv und praxisbezogen vermittelt. Sie aktiviert geschickt die Teilnehmer und sorgt durch individuelles Feedback für einen persönlichen Lernerfolg.

Die Mitarbeiter der Carl von Linde-Akademie schätzen an Frau Mensebach besonders ihre
menschlichen und fachlichen Qualitäten.

München, den 14.11.2008

PD Dr. Jörg Wernecke
Geschäftsführer der Carl von Linde-Akademie



mehr Infos


Zur Zeit schule ich Mitarbeiter/Führungskräfte von DaimlerChrysler und Studenten aller Fachrichtungen der TU München (Technische Universität) in Sprache, Artikulation, Atem und Stimme. Seit 2008 bin ich dort auch für die Tutorenqualifikation im Bereich Präsentation für Bauingenieure zuständig.